Übersicht

Ein Eigenbau nach einem Plan von Ian Newham.

Der Thornback ist ein präziser Trickser. Neben allen gängigen Tricks bringt der Drachen eine gute Prise Präzision mit. Mit den Materialangaben aus dem Plan benötigt der Drachen nicht viel Wind, um abzuheben. Dabei hat er ausreichend Masse um die mir bekannt Tricks aus dem Handgelenk zu fliegen, ohne dass man sich viel bewegen muss. Dabei fliegt der Drachen sehr agil und bleibt dabei voll kontrollierbar, ohne wild zu werden.

Präzision

Der Drachen kann man durchaus als sehr präzise beschreiben. Er fliegt wie auf Schienen und wird auch von böigem Wind nicht aus der Ruhe gebracht. Dieses Gefühl, ein sehr präzisen Drachen zu fliegen, wird durch die Möglichkeit die Ecken sehr "snappy" zu fliegen noch verstärkt. Dabei macht der Drachen bei jeder hart geflogenen Ecke ein Geräusch, das sich nach "Flop" anhört.

Man sollte bei dieser Beschreibung nicht vergessen, dass der Thornback ein Trickdrache ist. Dies bedeutet, dass der Drachen versucht bei einer scharfen Ecke in den Stall übergeht. Dieses Verhalten ist optimal für einen Trickdrachen, da man den Drachen im gesamten Windfenster parken kann um z.B. einen Axel auszulösen. Auf diese Weise kann der Drachen mit wenig Slack (Leinendurchhang) durch die Tricks geführt werden, da der Drachen nur langsam Druck aufbaut. Reinrassige Präzisionsdrachen bauen schneller wieder Druck auf. Damit müsste mit mehr Slack gearbeitet werden.

Soll der Drachen jedoch scharfen Ecken fliegen muss mit etwas Druck arbeitet werden. Damit wird verhindert, dass der Drachen nach jeder Ecke stehen bleibt. Dies ist jedoch kein Thornback-spezifisches Problem, auch bei echten Präzisionsdrachen mit einem gewissen Trickpotentional (z.B. Stx 2.3) hilft diese Flugweise um den Drachen sauber um die Ecken zu steuern.

Mit gelöster Saumschnur könnte der Drachen noch langsamer geflogen werden. Dabei wird er jedoch sehr laut.

Basics

Der Drachen fliegt die Bauchtricks sehr elegant. Egal ob Axel, Half-Axel oder Cascade diese Tricks lassen sich mit dem Thornback ganz einfach fliegen. Der Drachen lässt sich auch ganz einfach "abwedeln". Hierbei zeigt die Nase bei der Cascade leicht nach unten. Ich kenne keinen Drachen, bei dem sich der Winkel so einfach einstellen und halten lässt.

Mit dem Drachen gehen die auch 540er ganz einfach von der Hand. Mit den meisten anderen Drachen habe ich mit diesem Trick so meine Probleme, nicht so beim Thornback.

Rückenlage

Der Drachen liegt super stabil auf dem Rücken - sowohl im Fade als auch im Backflip. Von dort kann er ganz einfach in die Drehung versetzt werden.

Der Backspin wird super flach ausgeführt. Dies muss auch beim Setup berücksichtigt werden. Der klassische Vorgang: Heck absenken, schräg stellen und reißen führt beim Thornback nicht zum Ziel. Der Backspin wird flach ausgeführt und daher muss der Drachen vor dem Auslösen flach im Fade liegen und dann kann der Backspin gefühlvoll (relativ - ich beschreibe hier einen Backspin!) eingeleitet werden. Mit etwas Schwung kann der Drachen gleich in eine doppelte Drehung versetzt werden! Sobald man sich an das etwas andere Setup gewöhnt hat gelingt der Backspin problemlos.

Der Thornback legt sich perfekt in den Backflip. Kurz an beiden Leinen ziehen und anschießend für ausreichend Slack sorgen. Der Drachen legt sich einfach auf dem Rücken und bleibt dort einfach liegen. Aus dieser Position kann die Lasy Susan so einfach durch einen Zug an einer Leine ausgeführt werden. Danke dieser Leichtigkeit mit der die Lasy Susan ausgeführt wird gelingen mit dem Thornback Tricks, mit denen ich bisher Schwierigkeiten hatte: Superstart (aka K2000) oder Flap Jack.

Wickeltricks

Der Thornback wickelt sich sehr elegant über die 2 Pop-Methode ein. Der Drachen hat dabei keine Tendenz sich seitlich herauszudrehen.

Mit der 1 Pop-Methode habe ich beim Thornback so meine Probleme. Ich gehe davon aus, dass durch das kleinere Gewicht im Heck (20gr. statt 30gr. nach Ian) mir die nötige Schwungmasse fehlt. Alternativ könnte die Position der Stand-Offs verstellt werden. Dabei geht jedoch die Präzision verloren.

Eingewickelt lässt sich der Drachen noch sauber steuern - Die Jojo-Stopper haben die richtige Position. Mir ist bereits ein Axel mit eingewickelten Schnüren geglückt.

Background

Ian hat auf seiner Homepage alle Schritte dokumentiert welche zu dem Drachen geführt haben. Aus meiner Sichte eine sehr interessante Homepage.

Ein besonderer Dank geht an Eric (datenland), der aus den Skizzen von Ian, eine tolle Schablone im DIN A4-Format per CAD gezaubert hat.

Spezifikation

  • Spannweite: 2,20 m
  • Höhe: 0,9x m
  • Gewicht: ???
  • Segel: Icarex
  • Gestänge: CfK 6mm (Structil)
  • untere Spreize: SkyShark PT5 (konisch)
  • Stand-Off: 3mm
  • Verbinder: APA
  • Konstrukteur: Ian Newham
  • Windbereich: 0,5 Bft - 3,5 Bft Wohlfühlbereich.

Modifikationen

  • Ian traut konischen Stäben bei Drachen dieser Größe nicht. Er schwört auf zylindrische Stäbe für die untere Spreize. - Ich bin, im Gegensatz dazu, ein Fan der konischen SkyShart PTx-Serie. Meiner Meinung nach, gehört in einen Drachen dieser Größe ein SkyShark PT5 Stab in die untere Spreize!
  • Ian fliegt dieser Drachen mit 30gr. im Heck - mir reichen 20 gr. Der Drachen ist auch so trickreich genug, so dass ich auf einen Jojo auf einen Zug verzichten kann.
  • Die obere Spreize habe ich nachträglich gekürzt (um ca. 1,5 cm).
  • Die Realfo-Nase soll den Drachen im Fade stabilisieren und der Präzision des Drachens erhöhen.

Bilder

Thornbacl